{"id":188,"date":"2019-08-26T18:58:26","date_gmt":"2019-08-26T18:58:26","guid":{"rendered":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/?p=188"},"modified":"2019-09-06T09:25:06","modified_gmt":"2019-09-06T09:25:06","slug":"was-ich-noch-lernen-muss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/was-ich-noch-lernen-muss\/","title":{"rendered":"Was ich noch lernen muss"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt in der dritten Woche angekommen und konnte schon einen guten Einblick bekommen, wie das Leben hier aussieht. Auch habe ich mich schon mit einigen Arbeiten und Menschen vertraut gemacht, sodass ich nicht mehr das Gef\u00fchl habe, nur zu Besuch hier zu sein.<\/p>\n<h3>Halvorsb\u00f8le<\/h3>\n<p>Am vergangenen Wochenende waren wir bei einem Gebetsseminar mit etwa hundert Teilnehmer. Der Veranstaltungsort &#8222;Halvorsb\u00f8le&#8220; ist eine sch\u00f6ne, ruhig gelegene Anlage, die u.a. auch 1993 f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Oslo_Accords\">Oslo Accords<\/a> genutzt wurde. Vom angrenzenden See habe ich das Titelbild gemacht.<br \/>\nWir als Schule haben beim Zubereiten und Servieren des Essens geholfen haben. Hauptverantwortlich f\u00fcr das Essen war Estelle, eine ehemalige Sch\u00fclerin, die nahe der Schule ihr eigenes kleines Bistro hat und auch Catering f\u00fcr Veranstaltungen anbietet. An dieser Stelle kann ich erw\u00e4hnen, dass alle Mitarbeiter an und um der Missionsschule ehemalige Sch\u00fcler sind. Das macht das Umfeld zu etwas Besonderen, weil auch jeder seine eigene Geschichte der Missionsschule erz\u00e4hlen kann. Solche zu h\u00f6ren, kann sehr ermutigend sein.<\/p>\n<h3>Das kann ich schon<\/h3>\n<p>Beim Arbeiten in der K\u00fcche und beim abwaschen ist mir aufgefallen, dass ich schon einmal in einer Gro\u00dfk\u00fcche gearbeitet habe. W\u00e4hrend meines Studiums in Friedensau habe ich jeden Tag etwa 2 Stunden in der K\u00fcche geholfen. Diese Arbeit ist mir also vertraut. Dann ist mir aufgefallen, dass ich das gleiche am Donnerstag gedacht habe, als wir im Gew\u00e4chshaus die Tomatenpflanzen gepflegt haben. Als Brieftr\u00e4ger bin ich auch von Haus zu Haus und habe an fremden T\u00fcren geklingelt. Auch bin ich lange Autofahrten gewohnt und mit Arbeit im Haushalt vertraut. Bei vielen Dingen kann ich auf fr\u00fchere Erfahrungen zur\u00fcckgreifen. Aber doch bleibt noch genug Freiraum um weiter zu lernen. Und so freut es mich, dass ich hier ganzheitlich weiter wachsen kann.<\/p>\n<h3>Das lerne ich noch<\/h3>\n<p>Aber es gibt auch einiges, was ich noch lernen muss, bzw wo ich noch dann gew\u00f6hnen muss.<br \/>\nZum einen ist es noch etwas komisch direkt vor meinen Zimmerfenster ein anderes Haus zu haben, nur wenige Meter entfernt. Deswegen sind meine Gardinen auch immer zugezogen. Das zeigt etwas meine Verschlossenheit gegen\u00fcber anderen. Das ist auf jeden Fall ein Bereich, wo ich mich erst einmal an das Umfeld hier gew\u00f6hnen muss und dann auch weiter daran lernen kann.<br \/>\nAn das Essen muss ich mich auch gew\u00f6hnen. Nicht, weil es mir nicht schmeckt, ganz im Gegenteil, es ist k\u00f6stlich! Aber gerade deswegen muss ich mich zusammenrei\u00dfen, dass ich mich nicht immer so voll esse.<br \/>\nEs gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die ich\u00a0 lernen werde. Zum Beispiel meine Hemden b\u00fcgeln, bestimmte Kochrezepte, Eigenheiten der Hausarbeit und nat\u00fcrlich die norwegische Sprache.<\/p>\n<h3>Ich\u00a0 bin Deutscher<\/h3>\n<p>Was auch ganz wichtig ist, was ich am vielen Stellen merke ist, dass ich nicht ganz so deutsch sein sollte. Nicht dauernd meckern, kritisieren und alles besser wissen wollen. Was die Deutschen gerne machen (wurde mir gesagt, habe ich beobachtet und selbst daran gedacht) ist die M\u00fcllsortierung in Frage stellen, Fliegen jagen, Arbeit verbessern und effizienter gestalten wollen oder Andere antreiben. In gewisser Weise damit im Zusammenhang, oder als deren Ursache, entdecke ich bei mir oft eine gewisse \u00dcberheblichkeit. Gott sei Dank kann ich sagen, dass ich da schon ein bisschen an Demut gelernt habe. Bei meinem Besuch im April war ich ziemlich deutsch. Das hat sich gebessert, dennoch kommen mir manchmal diese kritisierenden Gedanken. Aber ich habe mir vorgenommen solche f\u00fcr mich zu behalten, vor Gott zu bringen und nicht damit die Stimmung anderer zu verderben.<\/p>\n<h3>Kulturelle Unterschiede<\/h3>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich vorprogrammiert, dass die unterschiedliche Kultur ein Reibungspunkt sein kann. Zum Gl\u00fcck sind die Leute hier alle vom Europ\u00e4ischen Hintergrund gepr\u00e4gt. Da sind wir uns alle schon ziemlich \u00e4hnlich, auch wenn jedes Land seine Feinheiten hat. Es erfordert dann ein gewisses Feingef\u00fchl und eine Offenheit den anderen zu akzeptieren. Nat\u00fcrlich\u00a0 gibt es auch Dinge, die ausgesprochen und die dann ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnen, aber R\u00fccksicht ist immer noch eine wichtige Tugend, besonders wenn so viele junge Menschen auf dichten Raum zusammen leben.<\/p>\n<p>Gott h\u00e4lt uns als Mittelpunkt alle zusammen. Das hilft wirklich sehr. Und das macht das Zusammenleben mit anderen so spannend. Freudig blicke ich auf den Prozess des Zusammenwachsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt in der dritten Woche angekommen und konnte schon einen guten Einblick bekommen, wie das Leben hier aussieht. Auch habe ich mich schon mit einigen Arbeiten und Menschen vertraut gemacht, sodass ich nicht mehr das Gef\u00fchl habe, nur zu Besuch hier zu sein. Halvorsb\u00f8le Am vergangenen Wochenende waren wir bei einem Gebetsseminar mit etwa hundert Teilnehmer. Der Veranstaltungsort &#8222;Halvorsb\u00f8le&#8220; ist eine sch\u00f6ne, ruhig gelegene Anlage, die u.a. auch 1993 f\u00fcr die Oslo Accords genutzt wurde. Vom angrenzenden See&#8230;<\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/was-ich-noch-lernen-muss\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":190,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,6],"tags":[],"class_list":["post-188","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erlebnisse","category-gedanken"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188"}],"collection":[{"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=188"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":226,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188\/revisions\/226"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/denke-schenke.de\/Missionsschule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}